Weihnachtstrinkgeld – Keinen Schnaps mehr für die Männer von der Müllabfuhr

Bonn – Zum Jahresende ist es üblich, „gute Geister“ mit einem Weihnachtstrinkgeld zu bedenken. Zum Beispiel: Die Männer von der Müllabfuhr.

„Die freuen sich doch immer so über ein Fläschchen Korn“ heißt es oft. „In der Kälte brauchen die Jungs doch etwas Wärmendes!“ Doch die Fläschchen an Korn, Bier, Schnaps und Wein kumulieren sich so schnell, dass sie vielerorts für einen vorweihnachtlichen Dauerschwips reichen könnten.

Foto: Shutterstock

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„Alkohol im Dienst ist – genau wie in anderen Firmen – auch bei der Stadtverwaltung ein aktuelles Thema“ weiß Joachim Müller vom Deutschen Knigge-Rat. Einige Stadtverwaltungen wünschen es deshalb gar nicht mehr, dass Alkohol verschenkt wird. Andere erlauben nur Geschenke im Gegenwert von bis zu 8 Euro. Bestechung gibt es schließlich überall, und manch zusätzlicher Müllsack vor der Haustür verschwindet gegen Bares.

„Gut gemeint“ ist leider nicht immer „gut“. Joachim Müller empfiehlt: „Fragen Sie bei Ihrer Stadtverwaltung nach, ob Weihnachtsgeschenke und -trinkgelder erwünscht sind – und wenn ja in welcher Höhe. So können Sie Ihr Präsent mit wirklich guten Gewissen überreichen. Ein Anruf bei der Stadtverwaltung kostet Sie wenige Minuten, dafür können Sie auf Jahre sicher sein, nicht nur stilvoll, sondern auch im Sinn des Arbeitgebers zu handeln!“




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