Feige Vorgesetzte schaden Mitarbeitern und dem Unternehmen insgesamt

Deutscher Knigge-Rat: Persönliche Defizite besprechen

Bonn  –  Vorgesetzte, die sich scheuen, mit ihren Mitarbeitern über deren mangelhaftes Erscheinungsbild oder Verhalten zu sprechen, schaden der Karriere der Betroffenen und dem Image des Unternehmens insgesamt. Darauf macht der Deutsche Knigge-Rat (www.knigge-rat.de) aufmerksam. „Solche Chefs drücken sich vor ihrer Verantwortung“, mahnt Etikette-Trainerin Nandine Meyden, die darin eine fatale Feigheit sieht.

Foto: Shutterstock

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Denn Führen bedeute auch Fürsorge. „Diese wiederum bedeutet, einen Mitarbeiter vor dem Spott der anderen zu bewahren und es ihm zu ersparen, dass ihm wegen seiner persönlichen Defizite trotz fachlicher Qualifikation bestimmte Aufgaben oder eine gehobene Position verwehrt bleiben.“ Das Feedback zum individuellen Verhalten sei aber immens wichtig, egal ob es um Mundgeruch, nachlässige Kleidung oder ungeschickte Tischmanieren geht. Denn: „Verhaltensweisen, die uns nicht bewusst sind, werden zum Karrierekiller.“

Die Scheu oder gar Feigheit von Führungskräften, mit Mitarbeitern deren Defizite zu besprechen, ist nach Meinung von Meyden nicht selten auch mit einem überholten Elitedenken verbunden. „Man bleibt gerne unter sich und mag keine Eindringlinge.“ Eine verantwortungsvolle Führungskraft hingegen wird ihrer Meinung nach das Gespräch unter vier Augen suchen und dabei ohne Zeitdruck die Auffälligkeiten besprechen. „Die Vermittlung von Vertrauen und Wertschätzung spielen dabei eine wichtige Rolle.“ Der Mitarbeiter sollte sich nicht kritisiert, sondern wohlwollend ermuntert fühlen.

Die ehrliche Meinung anderer ist offenbar schwer zu bekommen, aber sie ist wichtig, um die Qualität unserer Beziehungen zu verbessern. Wie Sie wertvolles Feedback einfordern, lesen Sie im kostenlosen Download „Eine Runde Feedback, bitte! So finden Sie heutzutage heraus, was andere wirklich über Sie denken“ unter www.knigge-rat.de.




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