Das größte Weihnachtsgeschenk: Freunde, Familie und Mitarbeiter loben

Deutscher Knigge-Rat: „Geiz ist geil“-Mentalität auch bei mitmenschlicher Wertschätzung

Bonn – Lob ist eines der schönsten Weihnachtsgeschenke, im Privat- wie im Berufsleben. Darauf macht die Bonner Ratgeberzeitschrift „Stil & Etikette“ auf-merk-sam. Seit Jahren kommen Lob und lobenswerte Menschen viel zu kurz, bemängelt Rainer Wälde, „Stil & Etikette“-Herausgeber sowie Mitbegründer des Deutschen Knigge-Rats. „Wir brauchen wieder eine Kultur der Wertschätzung.“ Er habe den Eindruck, dass sich stattdessen eine „Kultur der Armut“ breit gemacht hat. „Neid und Missgunst sorgen dafür, dass viele sich selbst und ihren Mitmen-schen nichts mehr gönnen.“ Getreu dem Motto „Geiz ist geil“ werde auch an Lob, Anerkennung und Wertschätzung gespart.

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Weihnachten und Neujahr seien deshalb willkommene Anlässe, sich auf gute Umgangsformen zu besinnen. Dazu zählen auch Respekt und Anerkennung. „Wer achtsam ist, findet genügend Gelegenheiten und Gründe, um dem Ehepartner, einem Freund oder einer Mitarbeiterin ein Lob zu schenken.“ Falsch wäre es allerdings, wenn es dann für ein ganzes Jahr dabei bliebe.

Der „Stil & Etikette“-Herausgeber: „Lob motiviert und tut ganz einfach gut, wenn die Anerkennung der lobenswerten Handlung unmittelbar folgt.“ Eine irgendwann später ausgesprochene Anerkennung habe den faden Beigeschmack einer beiläu-figen Pflichtübung. Wälde: „Auch wenn Engagement, Pflichterfüllung und Leistung Selbst-verständlichkeiten sein sollten, so sind sie trotzdem des Lobes wert.“ Sein Tipp: „Wer ehrlich lobt, vergibt sich nichts. Der Belobigte dankt es ihm mit noch größerem Einsatz. Der Grund: Er fühlt sich in seinem Tun bestärkt.“

 


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